Antworten auf häufige Fragen

 

 

Verwendet das MR Röntgenstrahlen?
Nein, die Kernspintomographie (MRT) benutzt einen starken Magneten in Verbindung mit Radiowellen, um Bilder zu erstellen. Dabei wird keine ionisierende Strahlung (Röntgenstrahlen) erzeugt.


Wodurch entstehen die Geräusche während einer Untersuchung?
Das MR-Gerät erzeugt laute Klopfgeräusche während der Bildaufnahmen, die durch schnelles Ein- und Ausschalten von Elektromagneten, den sog. Gradientenspulen entstehen. Zwischen den einzelnen Aufnahmesequenzen ist nur das Arbeiten einer Kühlpumpe zu hören, die für den Betrieb des Magneten notwendig ist.
Als Gehörschutz erhalten Sie entweder Kopfhörer oder Ohrstöpsel.

Klangbeispiele
wav-Datei mp3-Datei
Dateigröße: 410 KB410KB Dateigröße: 56 KB  56KB "Ruhegeräusch" durch Kältekompressor
Dateigröße: 676 KB676KB Dateigröße: 369 KB369KB Spin-Echo-Sequenz
Dateigröße: 693 KB693KB Dateigröße: 378 KB378KB Gradienten-Echo-Sequenz
Dateigröße: 76 KB  76KB Dateigröße: 42 KB  42KB EPI-Sequenz (Echo-Planar-Imaging)

Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzlos.
Allerdings kann bei manchen Patienten die notwendige beengte und bewegungsfreie Lage innerhalb des Magneten Unannehmlichkeiten bereiten, besonders bei Patienten mit Rückenschmerzen.
Bei manchen Untersuchungen ist außerdem eine Kontrastmittel-Injektion erforderlich. Dazu wird entweder vor Untersuchung eine Kunststoffkanüle in eine Armvene eingeführt oder es wird während der Untersuchung das Kontrastmittel direkt mit einer Spritze in eine Armvene eingespritzt. Der Schmerz dabei ist vergleichbar mit dem einer Blutabnahme. 

Ist die Untersuchung gefährlich?
Die Untersuchung mit der Kernspintomographie ist nach dem heutigen Stand des Wissens und nach routinemäßiger Anwendung seit Mitte der 80er Jahre eine ungefährliche und unschädliche Untersuchungsmethode.


Lediglich durch die im Körper erzeugte Magnetisierung und die damit verbundene Möglichkeit der Verlagerung und/oder Erwärmung von Metallimplantaten oder -splittern ( Aneurysma-Clips, Granatsplitter in der Nähe von Lunge, Auge oder Gehirn) ist bei bestimmten Metallträger-Personen Vorsicht geboten.

Patienten mit elektronischen Implantaten (Herzschrittmacher, Cochlea-Implantate, Insulin- oder Schmerzmittelpumpen) dürfen nicht untersucht werden, da die Elektronik dieser Geräte gestört wird. 

Liege ich während der Untersuchung ganz im Gerät?
Das hängt davon ab, welches Organ bei Ihnen untersucht werden soll. Der untersuchte Körperteil muß sich in der Mitte des Tunnels befinden. Das bedeutet, daß z,.B. bei einer Untersuchung des Kopfes, des Halses oder des Schultergelenkes) der  gesamte Oberkörper sich innerhalb des Gerätes befindet. Bei einer Untersuchung des Kniegelenkes, Sprunggelenkes oder des Fußes ist zumindest der Kopf und ein Teil des Oberkörpers außerhalb des Tunnels, abhängig natürlich auch von Ihrer Körpergröße.. .

Warum ist der Tunnel so eng?
Die Bildqualität einer MRT-Aufnahme hängt entscheidend von der Gleichmäßigkeit (Homogenität) des Magnetfelds innerhalb des Tunnels ab. Je weiter der Tunnel ist, desto schwieriger ist es, im Innern ein ausreichend homogenes Magnetfeld zu erzielen.
Aus diesen physikalischen Gründen kann immer nur ein möglichst guter Kompromiss zwischen Patientenkomfort (= weiterer Tunnel) und Bildqualität (= hohe Magnetfeldhomogenität) von den Herstellern erreicht werden.
Unsere beiden Geräte haben an der engsten Stelle in der Mitte des Tunnels einen Öffnungsdurchmesser von ca. 60 cm.

Ist der Tunnel an beiden Seiten offen?
Unsere beiden Geräte haben jeweils an beiden Enden offene Tunnel mit auch trichterförmigen weiten Endteilen auf beiden Seiten.

Werde ich Platzangst haben?
Manche Menschen neigen in engen Räumen zu Platzangst (Claustrophobie) mit Beklemmungsgefühl in der Brust oder Atemknappheit. Dies kann auch unerwartet in dem röhrenförmigen, etwas beengten Tunnel der MRT-Gerätes auftreten und sollte nicht als persönliches Schwächezeichen mißverstanden werden.
Ist bei Ihnen Platzangst bekannt oder empfinden Sie beim Anblick des Gerätes ein Beklemmungsgefühl, sprechen Sie offen mit uns darüber. In vielen Fällen kann bereits das Gespräch während der Lagerung zur Untersuchung Sie ausreichend beruhigen und Sie an die ungewohnte Situation gewöhnen.
In schwereren Fällen kann durch ein angstlösendes und beruhigendes Medikament die Platzangst erfolgreich angegangen werden, sodaß dann die Untersuchung belastungsarm doch noch durchführbar ist. Wegen der notwendigen Einwirkzeit des Medikamentes und weil wegen der durch das Medikament aufgehobenen Verkehrs- und Fahrtüchtigkeit eine Begleitperson erforderlich ist, wird dies aber meistens erst in einem zweiten Untersuchungsanlauf nach erneuter Terminabsprache möglich sein.
Wenn bei Ihnen eine Platzangst bereits bekannt ist, machen Sie bitte bereits bei der Anmeldung bzw. Terminabsprache darauf aufmerksam. 

Wie lange dauert die Untersuchung?
Eine Untersuchung dauert in der Regel ca. 20 - 30 Minuten einschließlich der Zeit für die Lagerung und Vorbereitung. Bei speziellen Untersuchungen kann es aber auch einmal 30 - 60 Minuten dauern.
Nach der Untersuchung werden die Bilder berechnet und ausgedruckt, um dann die Befunde mit Ihnen - falls möglich - zu besprechen. Die Zeit für die Erstellung und Auswertung des Bildmaterials wird je nach Art und Umfang der Untersuchung in der Regel ca. 30 - 60 min beanspruchen. Rechnen Sie daher etwa mit 1,5 - 2 Stunden Verweildauer für den gesamten Untersuchungsvorgang vom Betreten bis zum Verlassen der Praxis. 

Wird der Magnet nach jeder Messung abgeschaltet?
Nein, es handelt sich um einen supraleitenden Magneten, der nach dem sog. Hochfahren immer eingeschaltet bleibt. Auch zwischen den Untersuchungen oder über Nacht bleibt das starke Magnetfeld immer bestehen, sodaß auch für das Reinigungs- und Wartungspersonal die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten wie für die Patienten (d.h. keine Herzschrittmacherträger, keine losen, metallhaltigen Gegenstände, Scheckkarten, Parkkarten etc. in den Taschen der Kleidung, keine Armbanduhren usw.). Die Wartungstechniker benutzen z.B. spezielle Werkzeuge aus nicht magnetisierbarem Titan oder Aluminium.

Warum soll mir bei der MRT ein Kontrastmittel gespritzt werden?
Bei vielen Untersuchungen kann es sinnvoll sein, ein spezielles (paramagnetisches) Kontrastmittel am Arm in eine Vene zu injizieren. Diese Kontrastmittel verändern den Gewebekontrast und dienen damit dazu, krankhafte Veränderungen deutlicher oder überhaupt erst darzustellen.
Die MR-Kontrastmittel sind sehr gut verträglich. Allergische Reaktionen sind zwar nicht ausgeschlossen, aber insgesamt sehr selten. Die MR-Kontrastmittel enthalten kein Jod und haben keine chemische Ähnlichkeit mit Röntgenkontrastmitteln.

Ich habe das Kontrastmittel bei der CT oder einer anderen Röntgenuntersuchung nicht vertragen? Darf ich trotzdem das MR-Kontrastmittel erhalten?
Die MR-Kontrastmittel sind in der Regel sehr gut verträglich und können auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden. Sie sind nicht radioaktiv und werden innerhalb weniger Stunden mit dem Urin ausgeschieden. Chemisch sind die MR-Kontrastmittel völlig anders als Röntgenkontrastmittel aufgebaut.